Inzwischen haben sich im Westfalen-Forum der Mendener Zeitung 40 Kommentare von empörten und enttäuschten Lesern angesammelt. Allerdings wird der Ton immer fatalistischer, die Stadt, die Region, das ganze Land gehe den Bach herunter. Ein paar Beispiele:
- hönneborusse: Im Übrigen sollte man so langsam in diesem Land überlegen vielleicht allmählich alles einzustellen, denn wirtschaftlich ist hier ja fast nichts mehr, das Arbeiten schon lange nicht mehr!
- Alt-F4: zeitungschließungen sind nur die Spitze eines tiefgreifenden Wandels, der politisch befeuert wurde durch die Agenda2010, durch Lobbyarbeit und Klientelpolitik. Es läuft ja wie geschmiert in diesem Land. Nicht nur in Menden. Wir leben längst in einer Lobbykratie, BASF-Kartoffeln und Hotelsteuergeschenke, Westerwaves und "Reformen". (...) Was lernen wir daraus? Wählen lohnt überhaupt nicht mehr , weil poltische Entscheidungen gekauft werden, auf SPD-/CDU-Parteitagen, durch FDP-Spenden oder wie auch immer.
- xtydhih: Es gab einmal eine Zeit, da stand das Wohl der Bürger im Mittelpunkt. Jetzt noch ein Schild aufstellen: "Stadt Menden... Merkwürdiger Kreis... Merkwürdige Menschen... Geschlossene Gesellschaft!!"
Vielleicht sollten man erst mal die Kirche im Dorf lassen. Eine Zeitung herzustellen ist heute kein Monopolrecht eines finanzkräftigen Verlegers, das Internet hat die Kosten für eine Zeitungsgründung dramatisch gesenkt. Es muss nur jemand in die Hand nehmen.