Ein Magazin für Menden!

Ein kleiner, aber wichtiger Nachtrag. Inzwischen gibt es tatsächlich mit Mendener Magazin ein veritables Internetangebot für Menden, geschrieben von Karin Drolshagen, unterstützt von Christian Fischer. Sieht klasse aus, liest sich gut. Ich wünsche viel Erfolg.

Meine eigenen Bemühungen um ein Bürgerportal (ok, nicht in Menden, näher an der Heimat) zeigen ebenfalls erste Fortschritte. Wer Lust hat kann ja mal reinschauen beim Bürgerportal Bergisch Gladbach.

 

Ciao, Sauerland - und etwas Statistik

Liebe Mendener,

waren interessante Tage mit Euch. Aber bei dem Interesse + Engagement wird es nichts mit Bürgerblog und so.

Ciao, Sauerland

Eine kurze Statistik zum Schluss:

  • 18 Beiträge
  • rund 7000 PIs
  • 101 Tweets
  • 2 Gastbeiträge
  • 3(!) Kommentare
  • 2 Blogs angeregt - die aber nach dem ersten Beitrag wieder brach liegen

Damit muss ich wohl leider @chrissyluig zustimmen: "... ich gebe ja zu: Die Uhren ticken im Sauerland etwas anders ;))"

Aber vielleicht kommt ja noch etwas in Gang. Die Infrastruktur steht, bloggen per Mail funktioniert nach wie vor. Und wenn es jemand aus Menden doch noch überkommt stelle ich auch den Twitteraccount @Mendener gerne zur Verfügung. Mail an mendenerblog@googlemail.com genügt.

 

Worüber Mendener gerne etwas lesen würden

Bei Twitter hat @Ginger149 ein paar Themen aufgeschrieben, über die sie gerne in der Lokalpresse mal etwas lesen würde, was sie aber weder in der Mendener Zeitung noch in der Westfalen-Post findet:

  • Was macht die rechte Szene, die es angeblich in Menden nicht gibt?
  • Wie geht es unseren Mitbürgern, die jetzt Kurzarbeitergeld erhalten, die Arbeitslos geworden sind. Wo und wie kann man helfen?
  • Was passiert an Mendens Schulen?
  • Was passiert in Mendens Wirschaft?
  • Welche Betriebe fahren noch Kurzarbeit?
  • Wo sind die Kürzungen im Haushalt, die jetzt anstehen.
  • Was macht die VHS?
  • Wo will Menden kürzen?

Wer hat mehr Anregungen und Wünschen? Ein paar eigene Recherche-Anregungen zur Schließung der Mendener Zeitung hatte ich ja schon hier aufgeschrieben.

Aber wer macht sich jetzt dran, den Themen nachzuspüren und aufzuschreiben? Sie zu veröffentlichen ist kein Problem, wie es geht steht hier.

Nachgefragt ob alles seine Richtigkeit hat.....

Nach den ganzen Gerüchten zum Thema Gebietstausch habe ich mal
unverbindlich ans Kartellamt gemailt und diese Antwort erhalten:

Sehr geehrter Herr xxxx,
ich habe Ihre E-Mail vom 03.03.2010 zur Kenntnis an die zuständige Beschlussabteilung weitergeleitet. Die Beschlussabteilung wird auf der Grundlage des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) selbständig prüfen, ob und ggf. inwieweit hinreichende Anhaltspunkte für einen Kartellrechtsverstoß vorliegen. Das GWB stellt hohe Anforderungen an den Nachweis eines kartellrechtlich relevanten Missbrauchs von Marktmacht bzw. eines Verstoßes gegen das Kartellverbot und es liegt im pflichtgemäßen Ermessen der Beschlussabteilung, ob sie ein Verfahren einleitet.
Mit freundlichen Grüßen, Jana Zacharias

Postet by nap

Hat Mendener Zeitung schon aufgegeben?

Noch hat die Mendener Zeitung ein paar Tage Schonfrist - doch wer sich den Internetauftritt der Zeitung anschaut bekommt das Gefühl, die Redaktion habe sich schon aufgegeben. Nach wie vor kommt von den Redakteuren und Mitarbeiter kein öffentliches Wort zur Einstellung des Blattes durch den Verleger. Und auch die Berichterstattung ist langweilig. Heute morgen gibt es:

Dabei gibt es in der Lokalpolitik durchaus spannendes zu berichten. So gewann ein Grüner in einer Kampfabstimmung gegen die CDU den Aufsichtsratsvorsitz bei den Stadtwerken. Aber das berichtet online nur die Westfalenpost. Und auch die Debatte über die Zukunft der Stadt (Regionale 2013) auf Einladung der CDU findet sich nur dort.

Wer hat denn beide Blätter in gedruckter Form vor sich und macht mal eine ausführliche Blattkritik? Gerne als eigener Blogbeitrag (so funktioniert's) oder unten im Kommentarfeld.

Sind Sauerländer so?

Inzwischen haben sich im Westfalen-Forum der Mendener Zeitung 40 Kommentare von empörten und enttäuschten Lesern angesammelt. Allerdings wird der Ton immer fatalistischer, die Stadt, die Region, das ganze Land gehe den Bach herunter. Ein paar Beispiele:

  • hönneborusse: Im Übrigen sollte man so langsam in diesem Land überlegen vielleicht allmählich alles einzustellen, denn wirtschaftlich ist hier ja fast nichts mehr, das Arbeiten schon lange nicht mehr!
  • Alt-F4: zeitungschließungen sind nur die Spitze eines tiefgreifenden Wandels, der politisch befeuert wurde durch die Agenda2010, durch Lobbyarbeit und Klientelpolitik. Es läuft ja wie geschmiert in diesem Land. Nicht nur in Menden. Wir leben längst in einer Lobbykratie, BASF-Kartoffeln und Hotelsteuergeschenke, Westerwaves und "Reformen".  (...) Was lernen wir daraus? Wählen lohnt überhaupt nicht mehr , weil poltische Entscheidungen gekauft werden, auf SPD-/CDU-Parteitagen, durch FDP-Spenden oder wie auch immer.
  • xtydhih: Es gab einmal eine Zeit, da stand das Wohl der Bürger im Mittelpunkt. Jetzt noch ein Schild aufstellen: "Stadt Menden... Merkwürdiger Kreis... Merkwürdige Menschen... Geschlossene Gesellschaft!!"

Vielleicht sollten man erst mal die Kirche im Dorf lassen. Eine Zeitung herzustellen ist heute kein Monopolrecht eines finanzkräftigen Verlegers, das Internet hat die Kosten für eine Zeitungsgründung dramatisch gesenkt. Es muss nur jemand in die Hand nehmen.

Zwei neue Blogs in Menden am Start

Offenbar ausgelöst durch die angekündigte Schließung der Mendener Zeitung sind zwei neue Blogs (außer dem "Mendener") aus Menden hier an den Start gegangen:

Soweit, so gut. Jetzt müssen wir nur noch von der Haltung abkommen, nur auf der eigenen Plattform aktiv zu werden. Aber das kommt schon noch.

Mendener Zeitung spielt Verstecken

Weniger als ein Monat bleibt der Redaktion der Mendener Zeitung noch. Grund genug, aus allen Rohren zu schießen - journalistisch und organisatorisch. Doch offenbar hält die Schockstarre an, zumindestens die Online-Ausgabe glänzt durch Routine (Arlt soll Beigeordneter werden; Hohe Rechnung für Acker). Das Leben tobt nur im Westfalen-Forum, wo die Debatte über die Schließung der MZ versteckt wurde.

Aber vielleicht tue ich der Redaktion Unrecht. Wie sieht denn die Printausgabe heute aus?

Zur Sache: Rechercheaufträge

Der Befund ist allgemein akzeptiert: Mit dem Ziel der Marktbereinigung gibt der Ippen-Verlag Menden auf. Die Stadt fällt an die WAZ, die wiederum in Soest und Werl gegenüber Ippen zurücksteht. Die Austräger werden gefeuert, aber die Redakteure sollen anderswo weiter beschäftigt werden - und verhalten sich bislang ruhig. Auffallend still ist es auch in der Politik Mendens: während sich die Bürger und Leser über den Verlust ihrer hochgelobten Zeitung aufregen herrscht dort Funkstille.

Dies führt zu einer Reihe von offenen Fragen = Rechercheaufträgen:

  • Hat Ippen jemals ernsthaft einen Verkauf der MZ angedacht, womöglich ein Angebot an die Beschäftigten erwogen? Oder ist die Schließung der Zeitung Teil des Deals mit der WAZ?
  • Gibt es Überlegungen innerhalb der Redaktion, sich auf eigene Beine zu stellen und die MZ in irgendeiner Form weiter zu betreiben - zum Beispiel als Wochenzeitung, im Internet, pp?
  • Was ist von der Arbeitsplatz-Garantie zu halten?
  • Wie verhält sich die WAZ? Baut sie Ihr Angebot in Menden aus - oder bedient sie die Stadt weiter mit einem Schmalspurangebot?
  • Ist die Krise der MZ Ausdruck einer tiefer greifenden Krise der Stadt?
  • Was denken die lokalen Politiker? Wie reagieren sie?
  • Gibt es Ansätze der Bürger, sich gegen das Monopol der WAZ zu wehren - etwa durch ein eigenes Angebot in Form von Bürgerjournalismus?